Nach dem Erdbeben in Marokko in der Nacht zu Samstag ist die Opferzahl von zunächst 300 mittlerweile auf über 2000 gestiegen, mindestens genauso viele Menschen wurden verletzt. Wie offizielle Stellen melden, sind 300.000 Menschen direkt von dem Beben betroffen.
Noch immer ist das komplette Ausmaß nicht genau absehbar, da viele Dörfer im Atlasgebirge, in dem das Epizentrum lag, nur schwer von Hilfs- und Rettungstrupps erreicht werden können. Dort werden sie Berichten zufolge allerdings besonders benötigt.
Neben den menschlichen Schäden sind auch die materiellen und kulturellen Schäden enorm. So wurden zahlreiche Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, wie die Rote Stadtmauer von Medina oder Minarette von den Erschütterungen beschädigt.
Viele Gebäude in der Region sind aufgrund der selten auftretenden Beben nicht darauf ausgelegt, diese zu überstehen und waren daher besonders anfällig.

