Die belutschische Gemeinschaft gedenkt heute den ermordeten Menschen, die sich für ein befreites Belutschistan eingesetzt haben. Am Wochenende hielt das "Baloch National Movement" (BNM) auch in Hannover ein zentrales Gedenken ab.
Gedacht wurde dabei sowohl politischen Aktivist:innen, wie Karima Baloch und Sajid Hussain, die im Exil ermordet wurden, als auch Kämpfer:innen wie Shari Baloch und Sumaiya Qalandrani Baloch die im bewaffneten Kampf in Belutschistan selbst gefallen sind. Dort wurden den letzten 23 Jahren 40.000 Menschen verschleppt, 11.000 wurden außergerichtlich hingerichtet.
Belutschistan erstreckt sich über die Staatsgebiete des Iran, Afghanistan und Pakistan, der größte Teil ist unter pakistanischer Kontrolle. Pakistan besetzte das Land 1948 und hält es seitdem mit seinen reichen Bodenschätzen als Kolonie. Die Lebensbedingungen sind desaströs – seit Jahren herrscht ein kriegsähnlicher Zustand. Heute leben über eine halbe Million Menschen in der Diaspora.

