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Südafrika: Tausende fliehen vor Pogromen gegen Migrant:innen

1. Juli 2026, 17:02 Uhr älter als 3 Monate

In den letzten Wochen sind etwa 25.000 Migrant:innen aus Angst vor ausländerfeindlicher Gewalt aus Südafrika geflohen. Die Organisation „March for march“ erklärte den 30. Juni zur Frist, zu der alle Migrant:innen ohne Papiere das Land verlassen (externer Link) sollten und drohte mit einem landesweiten „Shutdown“. Die Frist zirkulierte (externer Link) als gefälschtes Dokument des Innenministeriums.

Führende Köpfe der Bewegung sprechen sich für Massendeportationen (externer Link) aus und kündigten an, ab dem 1. Juli „jedem illegalen Einwanderer in Südafrika das Leben so ungemütlich wie möglich zu machen“.

In den letzten Monaten war es immer wieder zu Pogromen und Toten gekommen. In Pietermaritzburg soll ein 29-Jähriger aus Malawi zu Tode gesteinigt worden sein. Am Vortag der Frist wurden vier Menschen getötet. Betroffen von der Gewalt sind ausschließlich Migranten aus anderen afrikanischen Ländern.

Bereits 2008 waren bei schweren Pogromen in Südafrika über 60 Menschen getötet worden.

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