Seit gestern halten in Mali die seit Jahren schwersten Kämpfe an. Aus mehreren Städten wurden koordinierte Angriffe gemeldet. Zu den Angriffen bekannten sich die Befreiungsfront von Azawad (FLA) sowie der regionale Al-Kaida-Ableger JNIM. Am Abend erklärten sie die Kontrolle über die Stadt Kidal, sowie über Teile der Großstadt Gao im Norden des Landes.
Die Regierung hingegen erklärte, die Situation sei "unter Kontrolle". In mehreren Medien berichten Augenzeug:innen allerdings weiter von Gefechten, darunter auch in der Hauptstadt Bamako, die im Süden des Landes liegt. Dort soll es auch zu Angriffen auf Wohnhäuser von Regierungsmitgliedern gekommen sein.
Der Konflikt zwischen den Zentralregierungen Malis und Rebellen flammt seit Jahrzehnten immer wieder auf, gerade an der Frage der Unabhängigkeit des von Tuareg geprägten Nordens. Seit einem Militärputsch 2021 hat sich das Land zudem von westlichem Einfluss entfernt und mehrere Militärmissionen von EU-Ländern beendet.
