Im schweizerischen Bundesasyllager Bässlergut in Basel sind am Freitag zehn Inhaftierte in einen Hungerstreik und eine Person zusätzlich in einen Durststreik getreten. Inzwischen protestieren 13 Personen auf drei Stationen. Nach Aussagen der Betroffenen ist der Auslöser die wiederholte rassistische Behandlung durch das Wachpersonal und die Verwaltung.
Besonders kritisch ist der Gesundheitszustand von Sid Ali, der seit dem zweiten Mai weder Flüssigkeit noch Medikamente zu sich nimmt. Das Kollektiv „3 Rosen gegen Grenzen“ veröffentlichte zuvor eine Liste (externer Link), in der Betroffene detailliert über die prekären Verhältnisse und Gewalterfahrungen berichten.
Zuständig für Asylverfahren und Unterbringung ist das Staatssekretariat für Migration (SEM), das seine Aufgaben durch millionenschwere Verträge an private Unternehmen, etwa der ORS Service AG, auslagert. Die genaue Organisation und Kontrolle der Bundesasyllager bleibt weiterhin intransparent (externer Link).
