Die bisherige Oppositionspartei Tisza hat die Parlamentswahl in Ungarn gewonnen. Sie erhielt nach Auszählung fast aller Stimmen 53,1 %, die bisherige Regierungspartei von Viktor Orbán, Fidesz, kommt auf 38,4 %. Aufgrund von Besonderheiten im ungarischen Wahlgesetz, kann Tisza mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament rechnen.
Orbán erkannte seine Niederlage an. Mit der Zweidrittelmehrheit könnte Tisza einige der Reformen der Fideszregierung wieder rückgängig machen. Der Tisza-Spitzenkandidat Magyar erklärte, die Vorgängerregierung für ihre Korruption zur Verantwortung zu ziehen. Er selbst war bis 2024 Mitglied von Fidesz und hatte von hohen Staatspositionen profitiert.
Inhaltlicher Hauptunterschied (externer Link) zwischen Tisza und Fidesz ist deren außenpolitische Ausrichtung. Fidesz hatte sich immer wieder gegen Pläne der EU gestellt, während Magyar mit seiner Tisza-Partei bereits im Eu-Parlament in der konservativen EVP-Fraktion mit CDU und CSU zusammenarbeitet.
