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Nordirland: Symbolische Verbrennung von Geflüchteten

14. Juli 2025, 19:03 Uhr älter als 3 Monate

Im nordirischen Moygashel kam es am Donnerstagabend zu einem rassistisch motivierten Vorfall: Bewohner:innen bauten einen Turm aus Holzpaletten und platzierten darauf ein Boot mit Puppen, die Geflüchtete symbolisieren sollten. Anschließend wurde der Turm angezündet, begleitet von Feuerwerk.

Auf Videos ist zu sehen, dass an den Paletten Banner mit rassistischen Aufschriften befestigt waren. Über der Bootsattrappe hing eine irische Flagge, die ebenfalls angezündet wurde.

In Nordirland ist es Tradition, am Vorabend des 12. Juli in vorwiegend protestantisch-geprägten, loyalistischen Vierteln große Feuer zu entzünden. Diese sollen an die Schlacht am Boyne im Jahr 1690 erinnern, in der der protestantische König Wilhelm III. den katholischen König Jakob II. besiegte. Die sogenannten Freudenfeuer führten immer wieder zu Ausschreitungen, so auch nach dem Karfreitagsabkommen von 1998.

Auch in diesem Jahr begleitete Musik einer Dudelsackkapelle das Ereignis.

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