Im Fall des am Ostermontag durch Polizeischüsse getöteten 22-Jährigen (externer Link) wird gegen die beiden Schütz:innen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Diese hatten acht Schüsse abgefeuert, als der junge Mann aus einer Fahrzeugkontrolle in Saarbrücken flüchten wollte. Dabei soll er eine Polizistin angefahren haben.
Der Anwalt der Angehörigen des Opfers kritisiert (externer Link), dass in einem solchen Fall üblicherweise mindestens wegen Totschlags ermittelt werde. Außerdem sieht er im Vorgehen der Einsatzkräfte übermäßige Polizeigewalt. Es habe Handlungsalternativen für die Beamten gegeben, als sie das von zwei Polizeiwagen eingekeilte Auto mit drei Unbewaffneten darin stoppen wollten.
Die Familie des 22-Jährigen fordert eine Rekonstruktion des Einsatzes. Sie vermutet, dass die Schüsse gefallen sein könnten, bevor der junge Mann die Polizistin angefahren hatte. In diesem Fall wäre naheliegend, dass er wegen der Schüsse die Kontrolle verlor.
