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Mord an Halit Yozgat

6. April 2025, 19:04 Uhr älter als 3 Monate
Mord an Halit Yozgat

Am 6. April 2006 wurde Halit Yozgat in seinem Internetcafé in Kassel erschossen. Er war das neunte Opfer einer Mordserie, die zwischen 2000 und 2007 von der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) verübt wurde.

Besonders brisant: Zum Zeitpunkt des Mordes befand sich Andreas Temme, ein Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes, im Internetcafé. Temme behauptete, nichts von der Tat bemerkt zu haben, was aufgrund der Umstände stark angezweifelt wird.

Der NSU, bestehend aus Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe, war eine neonazistische Terrorzelle, die für zehn Morde, mehrere Bombenanschläge und zahlreiche Banküberfälle verantwortlich gemacht wird.

Trotz umfangreicher Ermittlungen und eines langwierigen Gerichtsverfahrens bleiben viele Fragen offen, so die Rolle staatlicher Institutionen und die Verbindungen des Verfassungsschutzes zum NSU. So kontaktierte (externer Link) Zschäpe den Verfassungsschutz 12 mal auf ihrer Flucht.

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