Am Mittwoch beendete die iranische Frauenrechtskämpferin Narges Mohammadi ihren Hungerstreik.
Die 51-jährige war am Montag in den Hungerstreik getreten, weil sie beim Transport ins Krankenhaus wegen Herzproblemen ein Kopftuch tragen sollte. Am Mittwoch wurde sie laut eigner Angaben ohne Kopftuch ins Krankenhaus gebracht.
„Ich werde weiterhin kein Kopftuch tragen, bis der Kopftuchzwang abgeschafft wird“ teilte sie über ihrer Familie mit.
Sieben weitere Gefangene traten aus Solidarität mir ihr in den Hungerstreik.
Mohammadi sitzte seit 2021 im Evin-Gefängnis in Teheran eine mehrjährige Haftstrafe ab. Die Frauenrechtlerin wurde seit 1998 mehrfach für ihre politische Aktivität inhaftiert und gefoltert.
Mohammadi wurde dieses Jahr für den "Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen Irans und ihren Kampf für die Förderung der Menschenrechte und der Freiheit für alle“ mit dem Friedensnobelpreis in Oslo ausgezeichnet. Den Preis werden ihre Kinder für sie entgegennehmen.

