Am Dienstag sind mindestens elf Arbeiter:innen in einer Packfirma von Nippon Paper Industries bei der Ruptur, also dem Zerreißen eines Chemietanks gestorben (externer Link). Weitere Angestellte wurden verletzt. Wie der Unfall zustande kam, ist derzeit unbekannt.
Dabei handelt es sich um den tödlichsten Arbeitsunfall im US-Bundesstaat Washington seit den 1930er Jahren. In dem Tank befand sich „weißer Liquor“, eine stark ätzende Substanz. Zusätzlich sind große Teile der insgesamt 2,2 Millionen Liter in den Columbiafluss abgelaufen und bedrohen dort die Umwelt.
Der Multimilliardenkonzern Nippon Paper Industries war seit 2019 mehrfach aufgrund von Arbeitssicherheits- und Umweltsicherheitsproblemen unter Beobachtung gestanden (externer Link). Es liefen bereits zwei Gerichtsverfahren.
Jährlich sterben alleine offiziell gemeldeten Zahlen (externer Link) zufolge über 330.000 Menschen bei Arbeitsunfällen. Die tatsächlichen Todesfälle dürften um ein Vielfaches höher liegen.
