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Kritik am neuen Hebammenhilfevertrag

4. November 2025, 20:04 Uhr älter als 3 Monate

Zum 1. November ist der neue Hebammenhilfevertrag in Kraft getreten. Ihm liegen grundlegende Veränderungen (externer Link) für Hebammen und die Versorgung Schwangerer in Deutschland zugrunde. Während die Krankenkassen auf eine effizientere Abrechnung abzielen, üben Berufsverbände wie der Deutsche Hebammenverband (DHV) Kritik an der Reform.

Besonders betroffen sind Beleg-Hebammen, die freiberuflich in einem Krankenhaus arbeiten. Sie rechnen mit 30 Prozent geringeren Einkünften. Bei jeder weiteren gleichzeitig betreuten Schwangerschaft soll es nur noch 70 Prozent des Satzes geben. Statt der Entlohnung pro Geburt wird nun eine minutengenaue Abrechnung vorgesehen. Zudem dürfen sie fast ausschließlich stationäre Patientinnen betreuen, eine ambulante Betreuung ist ausgeschlossen.

Laut Umfragen ziehen deshalb 44 Prozent (externer Link) der Hebammen einen Berufswechsel in Erwägung. In einigen Regionen drohen die Schließungen von Kreissälen, weil das Beleghebammensystem wirtschaftlich nicht mehr tragbar ist.

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