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Köln: 30-Jähriger nach Polizeigewalt im Koma

22. Mai 2026, 18:10 Uhr älter als 3 Monate

Seit Anfang April liegt (externer Link) der 30-jährige Pedro Corona (externer Link) in Folge eines Polizeieinsatzes in Köln im Koma. Angehörige hatten wegen eines psychischen Ausnahmezustands den Notruf gerufen. Die später hinzugezogene Polizei hatte anschließend die spanischsprachigen Freund:innen des Venezolaners der Wohnung verwiesen.

In den folgenden 90 Minuten, in denen die Polizei mit Corona alleine war, soll er verzweifelt nach Hilfe geschrieben haben. In dieser Zeit hatte ihm die Polizei eine sog. „Spuckschutzhaube“ aufgesetzt, die Spucken und Bisse verhindern soll. Ihre Anwendung in psychischen Ausnahmezuständen gilt als lebensgefährlich.

Als Corona aus dem Haus getragen wurde, war sein Gesicht Augenzeugen zufolge grau. Eine von Medien unkritisch übernommene Pressemitteilung behauptet, dass der junge Mann eine Polizistin gebissen haben soll. Die Polizei hatte zudem behauptet, er habe illegale Drogen genommen. Diese Behauptung wurde von einem toxikologischen Gutachten widerlegt.

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