Der Hamburger Senat will die Bezahlkarte für Asylsuchende auch auf andere gesellschaftliche Gruppen ausweiten. Dem rot-grüne Senat zufolge soll davon zunächst die Jugendhilfe betroffen sein.
Jugendliche, die in Einrichtungen der Jugendhilfe unterkommen, sollen ihr Taschengeld zukünftig über eine Bezahlkarte erhalten.
Hamburg war das erste Bundesland, welches die Bezahlkarte für Asylbewerber:innen eingeführt hatte. Die Asylsuchenden müssen alles mit dieser Karte bezahlen und können für sich nur 50 € Bargeld pro Person pro Monat abheben. Dies bedeutete eine massive Einschränkung im Alltag.
Die Einführung der Bezahlkarte wird meist mit der "Digitalisierung" begründet. Kritiker:innen sehen sie allerdings als ein Mittel zur Kontrolle und Überwachung von bestimmten gesellschaftlichen Gruppen. Laut Carola Ensslen, Bürgerschaftsabgeordnete der Partei Die Linke ist „der Schritt nicht mehr weit, auch das Bürgergeld über die Bezahlkarte“ auszahlen zu lassen.
