Im November 2022 bestiegen Vater und Sohn H. & M. Elfallah aus Ägypten ein Boot um nach Europa zu gelangen. Da sie die dafür erforderliche Summe nicht zahlen konnten, übernahm der Fischer H. Elfallah Steuerungsaufgaben, in Tausch für einen günstigeren Preis.
Daraufhin wurden Vater und Sohn in Griechenland mit dem Schmuggel von den 467 Menschen an Bord angeklagt (für jeden Mensch 10 Jahre = 4670 Jahre). Der Vater wurde letztes Jahr bereits zu 280 Jahren Gefängnis verurteilt. Am 28. Februar wird über den Sohn wegen der gleichen Anschuldigungen vor dem Jugendgericht auf Kreta verhandelt.
Ihre Geschichte zeigt deutlich: Der angebliche „Kampf Europas gegen kriminelle Schlepper“ richtet sich in erster Linie gegen die Flüchtenden selbst. Denn durch die zunehmende Kriminalisierung von Migration sind es meist die Flüchtenden, die die Boote nach Europa steuern müssen und im Nachhinein wegen Schmuggel angeklagt und verurteilt werden.
