Die von Macron nach den Neuwahlen eingesetzte Minderheitsregierung aus Rechten und Liberalen hat durch die Mithilfe des rechtsextremen Rassemblement National (RN) ein Misstrauensvotum überstanden.
Das Bündnis, das über keine Mehrheit im Parlament verfügt, war vor zwei Wochen von Macron eingesetzt worden. Schon damals hatten Beobachter:innen befürchtet, das Bündnis könne nur durch die Gnaden der Partei von Le Pen überstehen und damit von ihr politisch abhängig werden.
Die Neue Volksfront (NFP), die die Wahl gewonnen hatte, aber selbst über keine Mehrheit im Parlament verfügt, hatte die Einsetzung als undemokratisch bezeichnet und jetzt das Misstrauensvotum angestrebt.
Le Pen erklärte, sie wolle der Regierung "eine Chance geben". Schon kurz nach dem Votum erklärte der neue Justizminister, strengere Strafen für straffällige Minderjährige zu prüfen, eine der Forderungen des RN, die vor allem die Jugend in den verarmten Banlieues treffen soll.

