Ein 40-jähriger Mann hat vergangenen Dienstag seine 37-jährige Ehefrau auf einem Spielplatz in Linden in Anwesenheit der drei gemeinsamen Kinder erstochen (externer Link). Die Frau hatte bereits Ende März ein Kontaktverbot gegen den Mann erwirkt, dem auch das Sorgerecht für die Kinder vorläufig entzogen worden war.
Bereits am Vortag, dem 15. Juni, ist eine 57-Jährige tot in ihrer Wohnung aufgefunden (externer Link) worden. Zuvor hatte sich ein 36-jähriger Mann aus dem familiären Umfeld der Frau der Polizei gestellt. Damit zählt JugendInfo bis Mitte Juni 54 mutmaßliche Femizide in Deutschland.
Als Femizid wird die Tötung von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts bezeichnet. Sie werden von Männern verübt, die damit meist patriarchale Besitzansprüche und Kontrollbedürfnisse über Frauen durchsetzen wollen. Femizide werden größtenteils von (früheren) romantischen bzw. sexuellen Partnern oder Familienmitgliedern verübt.
