Am Montag sind Mahrang Baloch und zwei Unterstützerinnen in Quetta zu lebenslanger Haft verurteilt worden (externer Link). Der Sprecherin des Baloch Yakjehti Committee (BYC (externer Link)) wird der Tod eines pakistanischen Polizisten im Zuge der belutschischen Nationalversammlung 2024 vorgeworfen.
Die Angeklagten hatten die Verhandlung als „Schauprozess“ boykottiert. Mehrere Organisationen riefen (externer Link) für heute zu einem landesweiten Streik auf, darunter auch das Pashtun Tahafuz Movement.
Die Unabhängigkeitsbewegung BYC hatte im Sommer 2024 über hunderttausend Menschen in die Hafenstadt Gwadar im pakistanisch besetzten Teil von Belutschistan mobilisiert. Bei Straßenblockaden und Angriffen durch staatliche Sicherheitskräfte waren mehrere Protestierende getötet worden (externer Link).
Seit Jahresbeginn zählt (externer Link) die belutschische NGO Paank 356 staatliche Entführungen sowie 112 außergerichtliche Hinrichtungen. Hinzu kommen bewaffnete Auseinandersetzung (externer Link) staatlicher Akteure mit belutschischen Guerilla-Einheiten.
