Erneut Proteste im Iran

Nur wenige Wochen nach den Massakern an Demonstrierenden im Iran ist es erneut zu Protesten gegen das islamische Regime gekommen. An Universitäten in der Hauptstadt versammelten sich Studierende zum Semesteranfang und skandierten Parolen gegen Ali Chamenei, den obersten Führer des Landes. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen und Schlägereien mit islamistischen Gegendemonstranten.

Schon in den letzten Tagen hatte es erneut vereinzelte Proteste in verschiedenen Landesteilen gegeben. Anlass war die traditionelle 40-tägige Trauerphase. Mehrere Trauermärsche wurden von der Polizei angegriffen oder verboten.

Bei den Protesten Anfang des Jahres waren bis zu 30.000 Demonstrierende getötet worden. Die Proteste hatten sich an der Wirtschaftslage im Land entfacht und breiteten sich auf Städte im ganzen Land aus. Heute gaben zudem fünf kurdische Parteien im Iran ihren Zusammenschluss zu einer Allianz bekannt. Ziel sei der Sturz des Regimes und eine demokratische Neuordnung des Landes.