Zwischen dem ukrainischen und dem US-amerikanischen Präsidenten ist es am Freitag zum offenen Eklat und Streit gekommen. Bei einem Treffen im Weißen Haus gerieten die beiden und Vizepräsident Vance in ein offenes Wortgefecht. Selenskyj verließ den Präsidentenpalast ohne eine zuvor angesetzte Pressekonferenz und sagte weitere Termine ab. Auch der ausgehandelte Rohstoffdeal wurde nicht unterzeichnet.
Selenskyj hatte Trump aufgerufen, seine Verhandlungen mit Putin zu überdenken und keine Kompromisse einzugehen. Trump warf Selenskyj vor, den Krieg verlängern zu wollen und mit einem dritten Weltkrieg zu spielen.
Danach stellten sich europäische Politiker demonstrativ hinter Selenskyj. Damit vertieft sich der scheinbare Graben zwischen den USA und Europa. Tatsächlich hat dieser aber nur dazu geführt, dass die europäischen NATO-Mitglieder noch stärker den Forderungen der USA entsprochen haben, mehr "Verantwortung" zu übernehmen und etwa die Militärausgaben hochzuschrauben.
