In der Tarifauseinandersetzung bei der Berliner Verkehrsgesellschaft wurde am Montag eine Einigung erzielt. Fahrer sollen knapp 20 % mehr Lohn bekommen. Für alle 16.600 Beschäftigten der BVG steigt der Lohn im Durchschnitt um 15 %.
Die Einigung war in einer Schlichtung herbeigeführt worden, da sich die Tarifparteien wiederholt nicht einigen konnten.
Vor der Einigung hatten bei einer Urabstimmung der Gewerkschaft Ver.di über 95 % für einen unbefristeten Streik bei der BVG gestimmt und damit den Druck auf die BVG enorm erhöht. Schon seit geraumer Zeit kam es in der Tarifauseinandersetzung immer wieder zu teilweise mehrtägigen Warnstreiks.
Bundesweit ist der Personalmangel im öffentlichen Personennahverkehr so hoch, dass sich die Unternehmen gegenseitig die Arbeitskräfte abwerben. Laut einer Studie von Ver.di wird bis 2030 knapp die Hälfte der Beschäftigten in Rente gehen oder den Beruf verlassen.

