Deutschland beschafft erstmals Kamikazedrohnen für die Bundeswehr. Zunächst sollen bis Ende 2026 Drohnen für insgesamt 536 Millionen Euro gekauft werden. Aus Vorlagen des Finanzministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestages geht hervor, dass Rahmenverträge mit den deutschen Rüstungs-Start-ups Helsing und Stark Defence, in Höhe von insgesamt 4,3 Milliarden Euro geschlossen wurden.
Sogenannte Kamikazedrohnen sind Drohnen, die Sprengköpfe tragen und beim Angriff selbst zerstört werden. Oft werden sie ohne festes Ziel gestartet und erhalten erst im Einsatzgebiet ihr konkretes Ziel. Sie werden daher auch als „loitering Munition“ (dt.: herumlungernde Munition) bezeichnet und können ihre Zielvorgabe teils auch mithilfe von KI erhalten.
Die Drohnen sollen bei der Panzerbrigade 45, die Deutschland derzeit in Litauen aufbaut, eingesetzt werden. Die Brigade gilt als zentraler Teil der Aufrüstung der NATO-Ostflanke und soll bis 2027 vollständig einsatzbereit sein.
