Die Bundestagswahlen weisen starke demografische Unterschiede auf: So wählten unter den jungen Menschen 16% mehr Linkspartei und den gleichen Prozentsatz weniger die CDU. Besonders deutlich wurde dies bei Erstwähler:innen, bei denen nach der Linken (27%) die AfD (19%) am stärksten stark abschnitt, Grüne und FDP erlitten starke Verluste.
Der stärkste Unterschied verläuft zwischen jungen Frauen in Städten und älteren Männern auf dem Land. Erstere wählten knapp elfmal öfter die Linken als letztere. Diese entschieden sich dafür doppelt so oft für die AfD und viermal so oft für die CDU. Insgesamt wählten Frauen tendenziell weniger die AfD (-2%) oder die CDU (-3%), dafür signifikant öfter für SPD, Grüne, Linke und BSW.
Die Statistiken zeigen vor allem, dass der Mythos der "notorisch rechten Jugend", der in den letzten Jahren oft wiederholt wurde, schlicht falsch ist und dass junge Menschen gerade mit den richtigen Themen und Methoden durchaus offen für linke Veränderung sind.
