Blütenpflanzen entstanden früher als gedacht – vor rund 123 Millionen Jahren. Das belegen winzige Pollenfossilien, die ein Team der Unis Bonn und Hannover in alten Meeresablagerungen vor der Küste Portugals entdeckt hat. Die Pollenkörner sind nur 0,02 Millimeter groß, aber eindeutig Blütenpflanzen zuzuordnen – sogenannte Angiospermen. Heute gibt es rund 300.000 Arten.
Die Untersuchung der Sedimentschichten zeigt, dass Blütenpflanzen mindestens zwei Millionen Jahre älter sind als bisher angenommen. Die Studie, veröffentlicht im Fachjournal PNAS (Mai 2025), widerspricht auch der Theorie, dass sie ursprünglich aus den Tropen stammen. Das damalige Klima war in Portugal wohl feuchter und günstiger für ihre Entwicklung.
Bis heute bleibt offen, warum Blütenpflanzen entstanden. Klar ist nur: Sie veränderten die Erde grundlegend – und schufen Lebensraum für viele Tiere.
