Seit Jahrzehnten werden Bodenschätze und Fischbestände der Westsahara durch die Besatzungsmacht Marokko und seinen EU-Partnern ausgebeutet. Entsprechende Handelsabkommen wurden gestern durch den Europäischen Gerichtshof als ungültig erklärt (externer Link), da die Zustimmung der sahrauischen Völker nicht eingeholt worden ist. Sieben vorausgegangene Urteile ignorieren die EU-Staaten bisher. Viele von ihnen, allen voran Spanien, aber auch Deutschland, profitieren (externer Link) von der Besatzung.
Nach dem Ende der spanischen Kolonialherrschaft 1975 beanspruchte Marokko Westsahara und annektiert über 2/3 des Landes. Die sozialistische Frente Polisario leistet seitdem Widerstand, bis 1991 in einem Guerillakrieg.
Dieser sollte durch ein Friedensabkommen beigelegt werden, welches ein Referendum der sahrauischen Bevölkerung über die territoriale Zugehörigkeit vorsah. Eine faire Umfrage wird allerdings seitdem durch Marokko verhindert, begleitet von weiterer Ausdehnung und bewaffnetem Widerstand der Polisario.
