Es war der 2. August, als die SS die letzten 4.000 Sinti*zze & Rom*nja in Auschwitz ermorden wollte. Als die SS die Gefangen mitnehmen wollte, griffen die Häftlinge an. Sie hatten sich mit Stöcken und Brechstangen bewaffnet und in ihren Baracken verbarrikadiert. Die SS brachte die Gefangen unter Kontrolle und ermordete sie in den Gaskammern.
In der Bundesrepublik sind diese Verbrechen bei weitem nicht aufgearbeitet. Dem Völkermord an den Sinti*zze & Rom*nja fielen um die 500.000 Menschen zum Opfer. Er wird als Porajmos (externer Link) bezeichnet.
Bis 1963 wurden die Sinti*zze & Rom*nja nicht als Opfergruppe anerkannt und konnten keine Entschädigungszahlungen erhalten. Es dauerte bis 1982, dass die Verbrechen von der Bundesrepublik als Völkermord anerkannt wurden.
Seit 2015 ist der 02.08 europäische Gedenktag für die ermordeten Sinti*zze & Rom*nja. In der BRD gibt es bis heute keinen eigenen Gedenktag für die Opfer des Porajmos.

