Die argentinische Regierung unter Javier Milei hat das Gesetz für innere Sicherheit per Dekret modifiziert. Zuvor ließ das Gesetz den Einsatz des Militärs nur bei Gefahr von "Außen" zu. Nun kann die Armee auch gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt werden, etwa bei "inneren Gefahren".
Amnesty International warnt in einem kürzlich veröffentlichten Bericht davor (externer Link), dass die Regierung unter Milei seit Beginn seiner Amtszeit extreme Polizeigewalt gegen soziale Proteste anwendet und sie stark kriminalisiert.
Die engen gesetzlichen Grenzen, wann Argentinien seine Armee einsetzen darf, waren nach der Militärdiktatur (1976-1983) eingeführt worden, um einen Missbrauch wie in den 70er Jahren zu vermeiden. Auf Anleitung der USA wurde in den 60er und 70ern in mehreren lateinamerikanischen Ländern eine Militärdoktrin eingeführt in der das Militär in erster Linie zur Niederschlagung der sozialen Proteste genutzt wurde. In mehreren Ländern führte dies schließlich zu Putschen.

