Im Sommer 2015 war die Grenzregion in der Türkei in der Nähe der kurdischen Stadt Kobanê in Syrien zu einem Brennpunkt der praktischen Solidarität mit dem Kampf gegen den IS geworden. Freiwillige überquerten die eigentlich geschlossene Grenze und schlossen sich der YPG und YPJ sowie verbündeten Gruppen an, um nach dem Sieg in der Stadt selber die Islamisten auch in den anderen Regionen in Nordsyrien zu schlagen.
Am 20. Juli kam es im türkischen Grenzort Suruç (kurd. Pirsûs), der zu einem zentralen Ort geworden war in dem diese und logistische Solidarität organisiert wurde, zu einem Selbstmordanschlag des IS. 32 Jugendliche der sozialistischen SGDF wurden getötet, 76 wurden verletzt. Sie hatten sich dort versammelt, um gemeinsam nach Kobanê zu gehen und dort den Wiederaufbau zu unterstützen.
Der IS war in den Monaten zuvor sowohl indirekt als auch direkt vom türkischen Geheimdienst unterstützt worden. Gedenkdemonstrationen in der Türkei wurden von der Polizei angegriffen.

