Am Samstag sind in der ostspanischen Stadt Valencia über 50.000 Menschen auf die Straße gegangen, um den Rücktritt des Regionalpräsidenten Carlos Mazón zu fordern. Dieser hatte vor einem Jahr viel zu spät vor riesigen Überflutungen gewarnt , denen über 220 Menschen zum Opfer fielen.
Am 29. Oktober 2024 hatte eine Handy-Katastrophenwarnung wegen der Flut erst gewarnt, als bereits Dutzende in den 78 betroffenen Gemeinden ertrunken waren. Der spanische Wetterdienst hatte schon 12 Stunden vorher auf die Gefahr aufmerksam gemacht. Der Präsident war stattdessen mit einem ausgiebigen Mittagessen mit Journalisten beschäftigt.
Bei der Flut starben vor allem Menschen über 70, die sich wegen der zu späten Warnung nicht rechtzeitig retten konnten. Damals hatte vor allem die Zivilbevölkerung spontan die Nothilfe und Aufräumarbeiten organisiert. Wegen der Klimakatastrophe werden solche Überschwemmungen in der Region voraussichtlich zunehmen.
