Die italienische Küstenwache hat seit einem Bootsunglück Anfang der Woche 34 Leichen aus dem Mittelmeer geborgen.
In der Nacht auf Montag ist ein Segelboot aus der Türkei vor der Küste Kalabriens in Süditalien verunglückt. Am Freitag barg die italienische Küstenwache 14 weitere Leichen.
Laut Ärzte ohne Grenzen würden 66 Menschen seit dem Unglück vermisst, unter ihnen 26 Kinder. 11 Menschen konnten gerettet werden.
In einem zweiten Bootsunglück wurden nach Angaben der Flüchtlingsorganisation ResQship, zehn weitere Menschen tot vor der italienischen Insel Lampedusa geborgen.
Letztes Jahr war laut der Internationalen Organisation für Migration, das tödlichste Jahr (externer Link) im Mittelmeer seit dem Beginn der Aufzeichnungen. 3.155 Geflüchtete sind 2023 ertrunken, wobei von einer deutlich höheren Dunkelziffer auszugehen ist.
Während in Europa die Grenzen mit GEAS oder den Drittstaaten-Abkommen immer höher gezogen werden, steigt die Zahl von Menschen auf der Flucht immer weiter an.
