Bei mehreren Angriffen in Kordofan, im Sudan, unter anderem auf Marktplätze, wurden vergangene Woche 114 Menschen getötet (externer Link). Darunter zwei Familienmitglieder des RSF-Chef Hemedti. In der Region intensivieren sich die Kämpfe zwischen den Milizen. Seit Dezember wurden dabei über 11.000 Menschen vertrieben.
Ende Dezember konnten UN-Mitarbeitende erstmals al-Fashir in Darfur besuchen (externer Link). Sie bezeichneten die Regionalhauptstadt als „Tatort“. Bei der Untersuchung von 500 Kindern wurde bei 53 Prozent schwere Unterernährung festgestellt, ein Sechstel dieser Kinder werde ohne Spezialnahrung (externer Link) innerhalb weniger Wochen sterben.
Die SAF sind Ende Oktober unangekündigt aus al-Fashir abgezogen. Bei der Einnahme der Stadt verübten die RSF genozidale Massaker. Hochrechnungen zufolge wurden seither über 60.000 Menschen getötet (externer Link). Satellitenbilder zeigen (externer Link) die systematische Vertuschung der Gräueltaten. Die Stadt gilt seither als abgeriegelt, Fluchtrouten werden systematisch angegriffen.
