In einem Kiewer Vorort protestierten Dutzende am Montagabend gegen ein militärisches Geheimgefängnis. Dieses wird, wie mittlerweile bekannt ist, von der faschistischen „Asow“-Einheit der ukrainischen Nationalgarde unterhalten, um Zwangsrekrutierte und Kriegsdienstverweigerer festzuhalten (externer Link).
Die Adresse war zuvor in sozialen Netzwerken bekannt geworden. Unter den Protestierenden sollen sich auch Angehörige befunden haben. Nachdem Sanitäter:innen sich Zugang zum Haus verschafft hatten, bestätigten sie die teils starken Verletzungen der Inhaftierten, welche auf Folter hindeuten.
Der Präsidialamtsleiter Budanow verkündete, dass es „viele solcher Gebäude“ gebe (externer Link). In Videos der Proteste hört man Schüsse und sieht einen vermummten Trupp in Zivilkleidung, welcher den Protest niederschlug. Nun wird gegen die Protestierenden ermittelt.
Die Zwangsrekrutierungen in der Ukraine werden „Busifizierung“ genannt. Dabei haben im Oktober 2025 Soldaten der Asow-Einheit junge Männer von der Straße gefangen genommen und Lösegelder für deren Freilassung erpresst.
