Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay. Die 85‑Jährige werde für ihre Bemühungen um das internationale Recht geehrt, teilte das Nobelkomitee in Oslo mit.
Pillay war von 1995 bis 2008 Richterin am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). Danach war sie bei der UN und am Internationalen Gerichtshof (IGH) in Menschenrechtsfragen aktiv. Bis 2025 war Pilly als Vorsitzende der Faktfindungskommission der UN zum Nahost-Konflikt zuständig. In ihrem Abschlussbericht kommt die Kommission zu dem Schluss, dass Israel im Gazastreifen einen Völkermord begangen habe.
Für ihre Arbeit war sie auch von deutschen Politiker:innen angegriffen worden. So hatte die damalige Bürgermeisterin Giffey (SPD) ihre Teilnahme an der Verleihung der Otto-Hahn-Friedensmedaille an Pillay abgesagt, woraufhin diese komplett abgesagt wurde.
In Reaktion auf den Nobelpreis verhängten die USA weitere Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof.

