Nachdem am Freitag die Bundeswehr öffentlich erklärt hat, dass die ursprünglich für 2027 angekündigten Zwangsmusterungen bereits im Gange sind und etwa 1.000 junge Männer bereits gegen ihren Willen gemustert wurden, wächst die Kritik von Betroffenen.
Die Initiative "Schulstreik gegen Wehrpflicht" berichtete in einer Erklärung (externer Link) von stundenlangen Befragungen sowie einschüchternden Leibesvisitationen. Zu der Musterung gehört nach ihrer Wiedererinführung unter anderem das Abtasten der Genitalien. Zudem seien Betroffene teils falsch oder unzureichend über ihre rechtliche Situation aufgeklärt worden.
Für den Freitag hat die Initiative zum vierten Mal zu bundesweiten Schulstreiks gegen das neue Wehrdienstgesetz und eine drohende Wehrpflicht aufgerufen. Aktionen sind demnach in über 100 Städten (externer Link) geplant. Ein Sprecher der Initiative betonte, dass die neuerlichen Musterungen ein deutliches Zeichen seien, dass eine tatsächliche Wehrpflicht kurz bevorstehe.

