Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt beginnen noch vor Ende der Auszählung bereits die Diskussionen über eine Regierungsbildung. Entscheidend hierfür wird wohl, ob das BSW über die 5‑%‑Hürde kommt. Sollte dies nicht der Fall sein, fehlen der AfD wohl ein bis zwei Sitze im Landtag zur Mehrheit.
Äußerungen der AfD‑Chefin Weidel legen nahe, dass sie darauf spekuliert, einige CDU-Abgeordnete für sich gewinnen zu können. Sollte das BSW in den Landtag einziehen, signalisierte deren Spitzenkandidatin bereits Gesprächsbereitschaft mit der AfD.
Auch auf die kommenden Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern könnte die Wahl einen Einfluss haben. So zeigte sich, dass ein Wahlkampf, der allein auf Verhinderung der AfD ausgelegt war, nicht den gewünschten Effekt erzielen konnte. In den beiden Bundesländern wird in zwei Wochen am 20. September gewählt.

