Nach dem Skandal um das Eingreifen von Kulturstaatsminister Weimer bei der Vergabe des Deutschen Buchhandlungspreis will dieser nun beim Deutschen Verlagspreis das Verfahren ändern – und gleich selbst die Preisträger auswählen. (externer Link)
Unter anderem in Beratung mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels soll Weimer zukünftig auf Empfehlung einer Jury die Preisträger küren.
Im Frühjahr hatte Weimer drei linke Buchhandlungen heimlich von der Liste der Preisträger gestrichen (externer Link) und erklärte dies im Nachgang mit angeblichen „verfassungsschutzrelevanten Erkenntnissen“. Die unbegründete Überprüfung der Buchhandlungen durch den Verfassungsschutz und der intransparente Ausschluss riefen starke Kritik am autoritären Umbau im Kulturbereich hervor.
Die Veränderung der Vergaberegelung beim Verlagspreis solle nun laut Börsenverein „für mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit“ sorgen. Verlage mit „verfassungsfeindlichen“ Inhalten können außerdem grundsätzlich ausgeschlossen werden.
