Der Paritätische Wohlfahrtsverband warnt (externer Link) vor Existenznot bei mehr als einer Million Haushalten, sollte das Wohngeld gekürzt werden.
Laut dem Hauptgeschäftsführer Joachim Rock würden die Kürzungen vor allem Menschen treffen, die schon jetzt in prekären Verhältnissen leben, und drohten ihnen, die Existenzgrundlage zu entziehen. Nach Angaben des Bauministeriums beziehen in Deutschland 1,2 Millionen Haushalte Wohngeld, davon 44% Familien und darunter viele alleinerziehende Mütter. Auch viele Rentner:innen beziehen die Leistung.
Hintergrund der geplanten Kürzungen ist der Plan der Bundesregierung, im Etat des Bauministeriums eine Milliarde Euro zu sparen. Laut dem Ministerium soll dies kommendes Jahr beim Wohngeld erfolgen.
Die steigenden Wohngeldkosten führte Rock auf eine fehlende Regulierung des Mietmarktes sowie die steigenden Mieten zurück. Er betonte, dass das Geld besser gespart werden könnte, wenn für niedrige Mieten gesorgt werden würde.
