Nach Angaben des Bundesinnenministeriums soll ab 2028 am Münchener Flughafen ein „Rückführungsterminal“ entstehen. Über 100 Personen sollen von dort aus pro Tag abgeschoben werden können.
Im vergangenen Jahr wurden aus Bayern 3649 Menschen abgeschoben. Mit dem neuen Terminal könnte sich die Zahl verzehnfachen. Laut der Bundespolizei soll der Terminal auch für europaweite Abschiebungen von Frontex dienen und könnte damit zu einem wichtigen Drehpunkt der neuen GEAS-Reform werden.
Gegen den Bau des Terminals wurde bereits die Kampagne „Abschiebeterminal MUC verhindern (externer Link)“ ins Leben gerufen. Dieser haben sich über 120 Organisationen und 2.000 Einzelpersonen angeschlossen. Eine Sprecherin teilte mit, dass München „gerade in Zeiten europaweit verschärfter Migrationspolitik und autoritärer Tendenzen ein klares Zeichen der Solidarität setzen“ müsse. Sie fordern den „sofortigen Stopp aller Planungen“ sowie eine „unabhängige Beobachtung statt der geplanten Blackbox“.
