Diesen Mittwoch wurde das mutmaßliche RAF‑Mitglied Daniela Klette vor dem Landgericht Verden zu 13 Jahren Haft verurteilt, unter anderem wegen besonders schweren Raubs, erpresserischen Menschenraubs und Verstößen gegen das Waffengesetz.
Die 67-Jährige wird beschuldigt, Teil der dritten Generation der sogenannten Roten Armee Fraktion gewesen zu sein. Es wird vermutet, dass sie an Anschlägen auf ein technisches Zentrum der Deutschen Bank und eine US‑Botschaft beteiligt war. Nach der Auflösung der RAF 1998 tauchte sie unter. Von 1999 bis 2016 soll Klette in 13 Fällen Geldtransporter und Supermärkte überfallen haben.
2024 wurde sie festgenommen. Im März 2025 begann der Prozess wegen der Überfälle, unabhängig von der RAF. Die Verteidigung kritisiert, dass trotzdem wie in einem Terrorismusverfahren gehandelt werde. Außerdem werden DNA‑Gutachten verwendet, die nicht den wissenschaftlichen Standards entsprechen. Klettes Anwalt nannte das Verfahren politisch motiviert.
