Am Mittwoch hat der kubanische Energieminister gemeldet, dass Kuba keine Diesel- und Heizölreserven mehr besitzt. Grund dafür ist die vollständige Ölblockade (externer Link), die die USA im Januar verhängten. Aufgrund angedrohter Zölle stoppten Partner wie Mexiko ihre Ölexporte. Seit Beginn der Blockade erreichte nur ein einzelner Öltanker aus Russland die Insel.
Das führt sowohl zu Stromausfällen, die aktuell bis zu 22 Stunden pro Tag dauern, als auch zu Verteilungsproblemen bei Lebensmitteln. Kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser ist ebenfalls gefährdet und kann nicht wie üblich betrieben werden.
Das kubanische Stromnetz wird derzeit nur mit heimischem Rohöl, Erdgas und erneuerbaren Energien betrieben. Durch Netzinstabilität geht jedoch ein Großteil des Solarstroms verloren.
Die UN bezeichnet die Treibstoffblockade als unrechtmäßig. Sie richte sich gegen das „Recht des kubanischen Volkes auf Entwicklung, […] Nahrung, Bildung, Gesundheit sowie Wasser und sanitäre Einrichtungen“.
