Wie die staatliche kongolesische Bergbauinspektion IGM am Montag mitteilte, hat sich eine neue „paramilitärische Spezialeinheit“ gegründet, die den Handel mit Mineralien innerhalb der DR Kongo absichern soll. Zunächst sollen 3000 Milizionäre zum Einsatz kommen. Bis Ende 2028 soll diese Zahl auf 20.000 erhöht werden.
Finanziert wird das Vorhaben von den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die ihren Einfluss auf den Rohstoffhandel in der Region somit ausbauen. Beide Länder unterzeichneten in den letzten Monaten wichtige Abkommen mit der kongolesischen Regierung. Die VAE verfolgen in der gesamten Region eine zunehmend kriegerische Machtausübung. Sie unterstützen die RSF-Miliz im Sudan-Krieg mit Waffen und Geld.
Auch in der DR Kongo dürfte die Gründung einer neuen paramilitärischen Miliz nicht zu einer Befriedung der Konfliktgebiete führen. Stattdessen wird die Gewalt wohl zunehmen und es werden neue unkontrollierbare, bewaffnete Strukturen entstehen.
