Heute vor 89 Jahren starb der italienische Revolutionär, Schriftsteller, Journalist und Philosoph Antonio Gramsci an den Folgen der Haft im faschistischen Italien. Er nahm eine Vorreiterrolle in der Turiner Rätebewegung ein und begleitete sie journalistisch in der von ihm mitgegründeten Wochenzeitung "L'Ordine Nuovo".
1921 war er Mitbegründer der Partito Comunista Italiano (PCI) und bis 1927 ihr Vorsitzender. 1926 wurde er, trotz parlamentarischer Immunität, von den italienischen Faschisten inhaftiert. Der Staatsanwalt sagte während des Prozesses: "Für die nächsten 20 Jahre müssen wir verhindern, dass dieses Gehirn funktioniert."
Während seiner Haft schrieb er knapp 3.000 Seiten theoretische Notizen zu Fragen der Kultur, Macht und Hegemonie. Besonders seine Schriften zur Macht über die Köpfe der Menschen bei der Aufrechterhaltung oder dem Umsturz der bestehenden Verhältnisse, bilden heute grundlegende Werke der politischen Theorie.
