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Bundesweit Mittel für ambulante Psychotherapie von gesetzlich Versicherten gestrichen

13. März 2026, 07:02 Uhr älter als 3 Monate

Ab dem 1. April erhalten ambulante Psychotherapeut:innen für alle Leistungen weniger Honorar. Dies hat der zuständige Bewertungsausschuss beschlossen. Die Streichung betrifft Akutbehandlungen, sowie jegliche psychotherapeutische Sprechstunden.

Die Streichung wurde trotz massivem Widerspruch von Kassenärztlicher Vereinigung und Psychotherapeutenvereinigung durch den  Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV) durchgesetzt. Der GKV-SV ist die Interessenvertretung der Krankenkassen, will  "Wettbewerb und Wirtschaftlichkeit" erhalten und treibt Kürzungen von Kassenleistungen voran.

Durch die Absenkung der Honorare um 4,5 Prozent verschärft sich die schlechte Versorgungslage durch zusätzlichen finanziellen Druck noch weiter.

Laut einer Hochrechnung der Kaufmännischen Krankenkasse sind im Vergleich zu 2014 mindestens 50 Prozent mehr Menschen an Depressionen erkrankt, während weiter Tausende Therapieplätze fehlen.

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