Polen plant, seine östliche Grenze ab kommendem Jahr mit Antipersonenminen auszustatten. Dafür will das Land auch selbst in die Produktion der umstrittenen Waffen einsteigen.
Antipersonenminen gelten international als geächtete Waffen, weil sie immer wieder ganze Regionen über Jahrzehnte fast unbewohnbar machen. Aufräumoperationen dauern oft Jahrzehnte, wenn sie überhaupt erfolgreich verlaufen. Von Landminen sind dabei meist fast ausschließlich Zivilist:innen betroffen. Laut dem Landmine Monitor 2025 (externer Link) wurden 2024 6279 Menschen durch Landminen verletzt oder getötet. 90 % davon waren Zivilist:innen.
Erst im August waren Polen wie zuvor auch die ebenfalls NATO-Länder Finnland, Estland, Lettland und Litauen aus dem Ottawa-Vertrag, einem Abkommen zur Abschaffung von Landminen, ausgetreten.
Polen begründet den Schritt mit Bedrohungen durch Belarus und Russland. Allerdings könnten auch Geflüchtete, die über die Grenze kommen, von den Minen betroffen werden.
