Das Todesurteil gegen die kurdische politische Gefangene Varisheh Moradi im Iran wurde aufgehoben (externer Link). Das gab der Anwalt der 40-jährigen Aktivistin, Mostafa Nili, bekannt.
Mit der Aufhebung wurde die Berufung von Moradis Anwalt durch die 9. Kammer des Obersten Gerichtshofs angenommen. Als Grund werden mangelnde Ermittlungen und Verfahrensfehler genannt. Nun muss die untergeordnete Instanz in Teheran den Fall erneut prüfen.
Moradi wurde im November letzten Jahres wegen „bewaffneten Aufstands gegen den Staat“ von dem Teheraner Revolutionsgericht für schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Die Aktivistin ist Mitglied der Gemeinschaft der Freien Frauen Ostkurdistans (KJAR), welche den Dachverband der kurdischen Frauenbewegung im Iran darstellt und sich für die Rechte von Frauen einsetzt.
Seit über einem Jahr protestiert die Kampagne „Nein zur Todesstrafe – Schwarze Dienstage“ inner- und außerhalb der Gefängnisse gegen das iranische Hinrichtungssystem.
