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Bundesregierung lehnt weiter Zahlungen an ehemalige Kolonien ab

18. August 2025, 16:05 Uhr älter als 3 Monate

Die Bundesregierung hat auf eine Anfrage der Grünen erneut erklärt, dass sie Zahlungen an ehemalige deutsche Kolonien ablehne. Die Verweigerung begründet die Bundesregierung mit dem Völkerrecht.

In der Erklärung heißt es: „Der Begriff der Wiedergutmachung im Völkerrecht ergibt sich aus der Verletzung einer internationalen Verpflichtung“ und die habe es zur Zeit der deutschen Kolonialherrschaft noch nicht gegeben, so die Argumentation der Bundesregierung. Dennoch betonte diese, dass die deutsche Kolonialgeschichte ein „unbestrittener Teil der Erinnerungskultur in Deutschland“ sei.

2021 hatte die schwarz-rote Bundesregierung angekündigt, 1,1 Milliarden Euro in den nächsten 30 Jahren an Namibia zu zahlen. Davon sollen 50 Millionen Euro an ein Programm zur „Versöhnung“ gehen.

Von 1884 bis 1915 war Namibia offiziell eine deutsche Kolonie, in welcher im Zuge des Völkermordes an den Herero und Nama um die 100.000 Menschen ums Leben kamen.

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