Als die Briten 1947 Südasien verließen, behaupteten sie, damit Jahrhunderte kolonialer Herrschaft zu beenden. Doch die Teilung, die Indien und Pakistan hervorbrachte, ließ einige Regionen zwischen dem oberflächlichen Versprechen der Freiheit und der harten Realität politischer Eingliederung zurück.
Neben Kashmir ist eine der deutlichsten Narben Belutschistan, welches sich bis heute in einer koloniale Beziehung befindet: Politische Dominanz und wirtschaftliche Ausbeutung durch den pakistanischen Staat, einhergehend mit kultureller Unterdrückung und brutaler Repression. Seit der Jahrtausendwende wurden 25.000 staatliche Entführungen dokumentiert, alleine 181 im März 2025.
Welchen Interessen die Besatzung dient und wie verschiedene Organisationen zivil und militärisch dagegen kämpfen führen wir anlässlich dem 78. Jahrestag der kurzen Unabhängigkeit des von Pakistan besetzten Belutschistan aus.
