Gestern wurde eine ezidische Familie unrechtmäßig in den Irak abgeschoben. Die Familie war vor dem sog. „Islamischen Staat“ geflohen und hatte erfolgreich gegen ihre Abschiebung geklagt.
Die Familie hatte vor dem Potsdamer Gericht gegen einen zuvor abgelehnten Asylbescheid durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geklagt. Als der offizielle Bescheid einging, soll die Familie bereits, trotz des offenen Ausgangs der Klage, im Flugzeug Richtung Bagdad gewesen sein. Dort soll sich die Familie nun mit vier minderjährigen Kindern befinden.
Das brandenburgische Innenministerium teilte mit, es habe vor der Abschiebung beim BAMF abgefragt, ob es Einwände gegen die Abschiebung gebe. Das BAMF habe dies verneint. Zudem teilte das Innenministerium mit, dass eine Rückholung beim BAMF liegen würde. Seit 2022 lebte die Familie in Lychen, wo die Kinder im Alter zwischen 5 und 17 Jahren zur Schule gingen.
