Rheinmetall‑Denel-Munition sichert (externer Link) sich nach eigenen Angaben den bislang größten Einzelauftrag in seiner Firmengeschichte – ein mehrjähriger Deal mit einem NATO‑Staat über moderne 155‑mm‑Artilleriegeschosse der Assegai‑Baureihe samt bimodularer Treibladungen im Wert von „mehreren hundert Millionen Euro“. Die Lieferung erfolge zwischen 2025 und 2027.
Kritisch betrachtet wirft dieser Mega‑Auftrag Fragen auf: Während Europa nahezu flächendeckend seine Munitionsdepots wieder füllt, profitieren Rüstungskonzerne wie Rheinmetall überproportional. Unter dem Deckmantel der „Sicherheit“ werden lukrative Deals abgeschlossen – mit erheblichen gesellschaftlichen Kosten. Außerdem bleibt unklar, welcher NATO‑Staat der Empfänger ist – Transparenz sieht anders aus.
Hinzu kommt: Der Deal stärkt laut Rheinmetall die Produktionskapazitäten in Südafrika – auf Kosten der dortigen Kontrolle über Rüstungsexporte. Dies könnte die deutsche Rüstungskontrolle umgehen.
