Clara Zetkin, geborene Eißner, war Internationalistin, Antimilitaristin, Antifaschistin, proletarische Frauenrechtlerin und Berufspolitikerin für die SPD und später der KPD.
In ihrer Arbeit betonte sie einerseits die Klärung der Frauenfrage durch die Emanzipation der Arbeit vom Kapital und gleichzeitig die Notwendigkeit einer Frauenorganisierung innerhalb der sozialistischen Bewegung.
1915, nach der Zustimmung der SPD zu den Kriegskrediten, organisierte sie gegen die SPD-Parteilinie die sozialistische Frauenkonferenz gegen Krieg. Für ihre antimilitaristische Arbeit wurde sie wegen "Landesverrat" inhaftiert.
1917 trat sie in die USPD ein, 1919 in die KPD. Sie kämpfte für eine Einheitsfront gegen den Faschismus und stieß damit sowohl innerhalb als auch außerhalb ihrer Partei auf Gegenwind.
Nach ihrer Rede als Alterspräsidentin des Deutschen Reichstags wurde Hermann Göring zum Reichstagspräsidenten gewählt. 1933 floh sie ins sowjetische Exil und starb dort noch im selben Jahr.
